Andere Leben

1. März 2010
By Tobias

Andere Universen, andere Leben

Es ist eine der großen Grundannahmen über das Multiversum: Die Naturgesetze und -konstanten in unserem Universum sind exakt so eingestellt, dass Leben entstehen kann. Wären sie anders, dann wären wir nicht hier, um sie so zu beobachten, wie sie sind. Das ist das anthropische Prinzip.

Jetzt bringen MIT-Physiker diese Annahme ins Wanken. In einem Paper, das letztes Jahr in der Zeitschrift Physical Review D erschienen ist, zeigen sie, dass auch bei anderen Naturkonstanten komplexe Strukturen, womöglich bis hin zu lebendigen Kreaturen, entstehen kann. Genauer gesagt: Sie variieren die Massen der Quarks, also der Bausteine von Protonen und Neutronen, und zeigen, dass man auch aus Quarks anderer Massen stabile Atome zusammenbauen kann, die denen von Wasserstoff, Kohlenstoff und Sauerstoff entsprechen. Also gäbe es auch diesen anderen Universen eine organische Chemie.

Damit ist das anthropische Prinzip nicht gekippt. Aber geschwächt. Und die Hoffnung steigt, dass auch unsere Nachbaruniversen bevölkert sind.

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2 Responses to “ Andere Leben ”

  1. ich bins on 10. Mai 2010 at 13:29

    Das ist sehr die Frage! Wir können uns nicht erinnern, schon einmal gelebt zu haben, aber ausgeschlossen ist nicht, dass unsere Seele auf einem anderen Planeten oder Universum wieder “auflebt”. Unsere Religionen äußern sich zwar gerne darüber – Leben nach dem Tod – aber das ist glattes Wunschdenken. Wer stirbt, verfällt in einen Tiefschlaf, der immer tiefer fällt, bis man “sich verliert”. Das war es, zumindest hier auf der Erde. Sicher ist auch, dass es den postulierten Urknall in der bisher angenommenen Weise nicht gegeben hat, das musste kürzlich auch der Großguru Stephen Hawkins erkennen: ich habe mich immer gefragt, wie die behauptete Energie für den Urknall in den kleinen Punkt VORHER hineingekommen ist. Einfach, nicht? Man soll zwar nie nie sagen, aber Erkenntnisse über Parallelwelten ist sehr schwer zu gewinnen, wir wissen noch nicht einmal, wo das “Ende” unseres eigenen Universums ist. Wenn wir lange genug mit einem Teleskop ins All sehen, dann erblicken wir in ca. 30 Milliarden Jahren unseren Hinterkopf (bekannter Radius mal 2). All diese Fragen sind meines Erachtens hoch interessant, werden aber wohl nur schwer zu enträtseln sein. Ich selbst denke, dass nach dem Tod die Seele doch woanders wieder auflebt oder aufleben kann(ohne religiös zu sein) ohne ein Erinnerungsvermögen an die Vergangenheit zu haben. Von da her erfreue ich mich an den wissenschaftlichen Veröffentlichungen auf diesem und anderen Gebieten und genieße das restliche Leben in der Hoffnung, dass es so kommt, wie ich mir das vorstelle. Dass woanders Leben existiert, dürfte unbestritten sein, von den bisher entdeckten 452 Planeten (Stand 1. Mai 2010) sind wohl 3 Kandidaten vorhanden, die erdähnlich sind. Und wie lange wird nach Exoplaneten geforscht? Höchstens 15 Jahre. Und wie sieht es vermutlich in 50 Jahren aus? Wir reden hier von der unmittelbaren Nachbarschaft in unserer Galaxie! In 5 Milliarden Jahren können wir dann einen Blick über den Zaun auf den Andromedanebel werfen, der dann unsere Galaxie durchläuft, da dürfte doch wohl auch Leben existieren. Das sind 2 von etlichen hundert Milliarden Galaxien, ich denke, das übersteigt das menschliche Vorstellungsvermögen bei weitem.

  2. Ela on 10. März 2010 at 10:23

    Ich finde es mitlerweile echt Schade, dass der Mensch nur einen, für ihn bestimmten Zeitraum, auf dieser Erde existiert. Mich würde es nämlich interessieren, wie sich das ganze Universum und Multiversum noch entwickelt und was man noch alles darüber erforscht. Vor allem was es wirklich noch alles an “andersartigen Leben” hervorbringt.
    Bin mir aber sicher, dass unsere Generation das alles nicht mehr erlebt…….nur mehr einen minimalen Teil.

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