Neues Multiversum-Buch

Auch Brian Greene hat jetzt ein Buch ber Parallelwelten geschrieben. Der New Scientist fragte ihn, ob das Multiversum sein Leben verndert. Antwort: “So when I’m in the grocery store buying orange juice, does it affect me? Not at every moment. But when I’m walking along and thinking about the nature of life and the work that I do, does it affect me? It does, because these ideas affect my sense of what’s real.”

Hubble sieht Babygalaxie

Ultra Deep Field heit das Projekt, in dem das Hubble-Teleskop versucht, so weit wie mglich ins All zu sphen. Neuer Rekord: Eine Galaxie, die 480 Millionen Jahre nach dem Urknall entstanden ist. Kritiker halten die Nasa-Meldung allerdings fr zweifelhaft. Es knnte auch Rauschen im Detektor sein, sagt der Astronom Naveen Reddy in Wired. Wenigstens kein Fliegendreck! Und hier ist die Galaxie:
Bild: Nasa

Das Grab des Kopernikus

Es ist schon ein paar Monate her, aber am Totensonntag kann man ja mal dran erinnern: Kopernikus wurde neu bestattet, diesmal mit Ehrentafel.

Hier unser Artikel dazu:

Der Sarg war gut erhalten und lag 32 Zentimeter tief unter dem Marmorboden. Innen ruhte der Schdel auf einem mit Stroh gefllten Seidenkissen, das Skelett war zierlich. Uninteressant, befanden die Archologen und gruben weiter. Im zweiten Grab stieen sie auf die Gebeine eines Mannes um die fnfzig. Dann kam das dritte, das vierte, das fnfte Grab, alles Mnner zwischen vierzig und fnfzig. Monat um Monat durchsuchten die Forscher

Vuvuzela der Teilchenphysik

Simulierte Higgs-Produktion, Quelle: Cern

Simulierte Higgs-Produktion

Die Physikerin Lily Asquith hat gemeinsam mit Musikern und Knstlern die Produktion des Higgs-Bosons vertont. Das Higgs ist jenes Elementarteilchen, das der Teilchenbeschleuniger LHC in Genf finden soll. Asquith und ihre Sounddesigner haben die Energie der Teilchenkollisionen in Lautstrke, den Impuls in Frequenzen, und die Teilchensorte in Klangfarbe bersetzt. Das Higgs klingt dann so. Ein Interview mit ihr hat der New Scientist gefhrt.

Anti-String-Polemik

Der Physiklehrer Alexander Unzicker hat im wissenschaftlichen Springer-Verlag eine Abrechnung mit den Stringtheoretikern verffentlicht: “Vom Urknall zum Durchknall”. Die Stringtheorie sei “verknchert wie die Deutsche Demokratische Republik unter den Lobpreisungen Honeckers. In ihren Zentralkomitees ist aber ein Gorbatschow nicht in Sicht”. Oha! Unzicker polemisiert gegen eine Zunft, die “von der Elite zur Sekte zur Mafia” mutiert sei. hnlich lsterten auch schon Lee Smolin (“Trouble with Physics“), den Unzicker oft zitiert, und Peter Woit in seinem Anti-String-Blog “Not even wrong”. Hauptargument: die Stringtheoretiker haben jeglichen Kontakt zur Wirklichkeit verloren. Unzicker hat leider keine Alternative anzubieten, daher kann er nur den Spielverderber geben. Am Ende bleibt Ratlosigkeit: “Wenn wir der Natur genauer zuhren, kann die Physik vielleicht aus der Sackgasse wieder herausfinden.” Und: “Glauben Sie nicht jeden Mist, denken Sie nach, denken Sie selbst.” Im gleichen Verlag ist brigens auch das Multiversums-Manifest “Kosmische Doppelgnger” von Alexander Vilenkin erschienen.

Parallelwelten in Hamburg

Am Samstag, den 17. April um 19 Uhr sind die Paralleluniversen ein Thema bei den Vattenfall Lesetagen im Kulturzentrum Kampnagel. Besonders gespannt bin ich auf die Leiterin einer Elfenschule, die ich auf dem Podium treffen darf. Ich bringe Schrdingers Katze mit. Auszug aus dem Programm:

Die Knstlerin Ines Bargholz hat am Schaalsee eine Elfenschule gegrndet, um dem Zauber der Schpfung nachzuspren. Dr. Uwe Westphal fhrt gestresste Grostdter zu Froschkonzerten und rhrenden Hirschen. Und wer meint, Pflanzen seien dumm, darf sich von Wissenschaftsjournalist, Tierfilmer und TV-Moderator Volker Arzt gern eines Besseren belehren lassen. Christiane Neudeckers unheimliche Geschichten erzhlen von dem winzigen Spalt, der sich von Zeit zu Zeit in unserer scheinbar durchrationalisierten Welt auftut. In Silke Scheuermanns Gedichten erscheinen Werwlfe, Nixen und Feen. Wir sind nicht allein das zumindest behauptet Max Rauner nicht nur, er will es auch in einem Live-Experiment vorfhren.

SA 17.04.
19:00
8 Euro