Das Grab des Kopernikus

Es ist schon ein paar Monate her, aber am Totensonntag kann man ja mal dran erinnern: Kopernikus wurde neu bestattet, diesmal mit Ehrentafel.

Hier unser Artikel dazu:

Der Sarg war gut erhalten und lag 32 Zentimeter tief unter dem Marmorboden. Innen ruhte der Schädel auf einem mit Stroh gefüllten Seidenkissen, das Skelett war zierlich. Uninteressant, befanden die Archäologen und gruben weiter. Im zweiten Grab stießen sie auf die Gebeine eines Mannes um die fünfzig. Dann kam das dritte, das vierte, das fünfte Grab, alles Männer zwischen vierzig und fünfzig. Monat um Monat durchsuchten die Forscher …

Vuvuzela der Teilchenphysik

Simulierte Higgs-Produktion, Quelle: Cern

Simulierte Higgs-Produktion

Die Physikerin Lily Asquith hat gemeinsam mit Musikern und Künstlern die Produktion des Higgs-Bosons vertont. Das Higgs ist jenes Elementarteilchen, das der Teilchenbeschleuniger LHC in Genf finden soll. Asquith und ihre Sounddesigner haben die Energie der Teilchenkollisionen in Lautstärke, den Impuls in Frequenzen, und die Teilchensorte in Klangfarbe übersetzt. Das Higgs klingt dann so. Ein Interview mit ihr hat der New Scientist geführt.

Anti-String-Polemik

Der Physiklehrer Alexander Unzicker hat im wissenschaftlichen Springer-Verlag eine Abrechnung mit den Stringtheoretikern veröffentlicht: “Vom Urknall zum Durchknall”. Die Stringtheorie sei “verknöchert wie die Deutsche Demokratische Republik unter den Lobpreisungen Honeckers. In ihren Zentralkomitees ist aber ein Gorbatschow nicht in Sicht”. Oha! Unzicker polemisiert gegen eine Zunft, die “von der Elite zur Sekte zur Mafia” mutiert sei. Ähnlich lästerten auch schon Lee Smolin (“Trouble with Physics“), den Unzicker oft zitiert, und Peter Woit in seinem Anti-String-Blog “Not even wrong”. Hauptargument: die Stringtheoretiker haben jeglichen Kontakt zur Wirklichkeit verloren. Unzicker hat leider keine Alternative anzubieten, daher kann er nur den Spielverderber geben. Am Ende bleibt Ratlosigkeit: “Wenn wir der Natur genauer zuhören, kann die Physik vielleicht aus der Sackgasse wieder herausfinden.” Und: “Glauben Sie nicht jeden Mist, denken Sie nach, denken Sie selbst.” Im gleichen Verlag ist übrigens auch das Multiversums-Manifest “Kosmische Doppelgänger” von Alexander Vilenkin erschienen.

Multiversum in München

Ein Astronom entdeckt, wo Erde und Himmel sich treffen (1888)

Münchner aufgepasst! Am Freitag, den 16. April, um 20 Uhr gibt es eine Lesung und Diskussion über Paralleluniversen mit Tobias Hürter im Kunstraum 84GHz in Schwabing, Georgenstraße 84.

Max Rauner wird live vom Rand des Universums zugeschaltet. Falls noch Zeit bleibt, wird Tobias Hürter beweisen, dass die Seele unsterblich ist.

Die Lesung findet als 83. Jour fix bei 84 GHz statt. Dank an die Gastgeber!

Der Sound des Sonnensystems

So klingt das Sonnensystem. Das wünsche ich mir als Einschlafmusik. Nur: Warum darf Pluto hier noch mitspielen, der ist doch offiziell kein Planet mehr?

Schnell einschalten

Jetzt läuft gerade eine Talkshow im Satellitenfernsehen über Paralleluniversen mit Halton Arp, Bernulf Kanitscheider, Heinz Oberhummer, Buchautor Alexander Unzicker (Vom Urknall zum Durchknall) und anderen: ServusTV.com